Hallo!
Für die Score Animation würde ich gerne daß das Programm nicht alles genau im Takt durchspielt. An gewissen Stellen eine 16zentel achtel oder Viertel Pause einfügen etc. ohne das Notenbild bzw Takte zu verändern. Unsichtbares eingefügtes Zeichen mit den entsprechenden Angaben etc. Das Plugin Tempomacher kenne ich.
Gruß aus Innsbruck, Tirol
trabajamos, Sänger und stv. Chorleiter bei 3 Chören
Capella 7/8, Capscan 8,
PC mit W11 prof. /Notebook mit W11 prof. /Tablet 14,6 " und Handy mit Capella score reader Android.
Hobby singen und Musik Notation und Produktion
Antworten
Hallo Josef,
Das geht leider nur mit einem "kreativen Missbrauch" und ist etwas umständlich, weil capella etwas vorspielen soll, was nicht da steht (Pausen lassen, wo keine Pausen sind). D.h. wenn es möglich ist, ggf. unsichtbare Pausen einzufügen und mit der Temposteuerung oder dem Plugin Tempomacher zu arbeiten, ist das allemal besser als die folgende Anleitung:
Öffne die Klangkonfiguration (Strg-Umschalt-J) und gehe zu Reiter "Dynamik und Rhythmus". Suche dir bei den Artikulationszeichen diejenigen heraus, die du in der Partitur NICHT nutzt. ALs Beispiel nehmen wir mal das harte Staccato (auf der spitze stehendes schwarzes Dreieck):
Setze die Anschlagänderung für diese Artikulation auf 100% (du möchtest ja keine Lautstärkeerhöhung oder -absenkung) und stelle die Notenverkürzung auf einen für dich praktikablen Wert ein (ich hab mal 40% genommen).
Das kannst du für weitere (nicht benötigte) Aritikulationen wiederholen, bei denen du auch andere Notenverkürzungen einstellst.
Am besten speicherst du dir diese Parametrisierung unter einem eigenen Namen ab (unten Links unter Voreinstellungen auf den Button "Oganisieren" und im im Menü auf "In Datei exportieren...". Du kannst die entsprechende ini-Datei zu deiner Partitur speichern. Darin ist die eben eingegebene Parametrisierung der Artikulationen gespeichert.
Jetzt gehts zurück in die Partitur selbst. Bei den Stimmen, wo du von der Notenverkürzung gebrauch machen möchtest, fügst du eine weitere Stimme in die Notenzeile ein (Strg-Umschalt-Enter). Setze die Notenausrichtung sowohl bei der neu eingefügten, als auch der bestehenden Stimme auf "je nach Lage" - dadurch bleibt das Erscheinungsbild identisch.
Kopiere die Noten der bestehenden Stimme komplett in die neu eingefügte Stimme (die Noten liegen jetzt in beiden Stimmen deckungsgleich übereinander). Im nächsten Schritt machen wir die eine Stimme zur "optischen Stimme", die nur das Notenbild speichert, und die andere zur "akustischen Stimme", die das Vorspiel steuert:
1. Gehe in eine der beiden Stimmen und markiere alle Notenobjekte, setze sie auf stumm [Strg-Umschalt-O]. Dadurch wird diese Stimme nicht mehr erklingen, bleibt aber optisch sichtbar.
2. Gehe in die andere Stimme und setze bei Noten, die du verkürzen möchtest um Pausen einzufügen, die entsprechenden Artikulationszeichen, die du eben im Klangkonfigurationsdialog angepasst hast. Ggf. kannst du zusätzlich das Tempo kurzzeitig ändern, so dass die Note nun genauso lang wie vorher klingt, aber danach eine Pause entsteht.
Markiere alle Notenobjekte dieser Stimme und setze sie auf unsichtbar [Strg-Umschalt-U]. Dadurch wird diese Stimme zwar weiterhin vorgespielt, aber die Artikulationszeichen sind im fertigen Notenbild nicht zu sehen.
Im Anhang habe ich dir ein Beispiel mitgegeben. Lade die ini-Datei im Klangkonfigurationsdialog mit "Organisieren" -> "Aus Datei importieren". Die erste Zeile ist das "normale" Notenbild ohne klangliche Veränderung. Die zweite Zeile ist optisch identisch, wird aber mit Pausen etc. vorgespielt.
Ich gebe zu, das ist nicht elegant. Aber der Wunsch, dass etwas vorgespielt wird, das nicht notiert ist, ist in einem Notensatzprogramm mitunter auch schwer umsetzbar. Wenn jemandem eine elegantere Lösung einfällt, bin ich neugierig.
Viele Grüße, Martin
Pausen_im_Vorspiel.zip
Im Swing werden nicht nur die Achtel ternär gespielt, sondern auch alle nicht gebundenen Viertel kurz gespielt. Ich habe immer nach einer Möglichkeit gesucht, bin aber immer daran gescheitert, dass man die Artikulationen nicht separat unsichtbar machen kann. MIt dieser Methode sollte es möglich sein?
Kannst du für die nicht gebundenen Viertel mal ein Beispiel hochladen? Ich konnte die Verkürzung von Vierteln bei swing-Vorspiel nicht nachstellen.
Mit "im Swing" meinte ich nicht den Swingmodus im Capella-Vorspiel, sondern den Musikstil. Im Swing-Vorspiel klingen die Achtel richtig, aber die Viertel sollten kurz gespielt werden (etwa wie ein staccato).
Mögliche Lösungen:
1. Im Swing-Vorspiel-Modus integrieren
2. Alle Viertel mit einer Artikulation (staccato, starker Akzent) versehen. Das sieht aber nicht besonders gut aus. Leider kann man die Artikulationen nicht unsichtbar machen (das macht normalerweise auch keinen Sinn).
3. Wie oben beschrieben eine unsichtbare Stimme für das Vorspiel einfügen.
Oder jemand noch eine andere Idee?
Wenn Du die Artikulationen als Grafikobjekte über Bearbetien/Musiksymbole einfügst,kannst Du sie weiß und damit unsichtbar machen. Anbei dazu ein Galerieobjekt
Staccato unsichtbar.zip
Gruß
Wolf Dieter
Das funktioniert mMn nicht. Wenn man die Artikulation als Grafik einfügt, steht in der Datei ein <drawObjects>-Element.
Wenn man eine Artikulation eingibt, steht dort ein <articulation>-Element.
Ich habe bei einer Note mal beides eingeben. Im folgenden Bild sieht man beides im Srukturbaum:
Beim Vorspiel wird nur die Artikulation berücksichtigt und die hätte ich gern unsichtbar.
Man könnte auch sagen, dass man eine Artikulation eingeben muss und nicht das Wort 'Artikulation'.
Die Wirkung von z.B.Staccatie über Bearbeiten/Musiksymbole ist die selbe wie über Arttikulation.
Sie haben Recht und ich habe sogar ein Plugin gefunden, in dem ich das auch genutzt habe. (Man wird vergesslich mit dem Alter.)
Man kann mit dieser Methode sogar beliebig viele Artikulationen gleichzeitig setzen. Ist aber schon eine seltsame Art von Programmierung.